Martin Hunterpfund Marketing Leiter der Wirtschaftskammer Vorarlberg  und Veranstalter der Reihe Digitale Perspektiven, begrüßte als Vortragenden Georg Burtscher, Geschäftsführer von Vorarlberg Online.  Burtscher zeigte seine Sicht auf digitale Perspektiven, hier einige Fakten und Themen:

1. Wetter auf vorarlbergerisch

Der datengetriebene Banner auf der Wetterseite von Vorarlbergs Nachrichtenportal zeigt sowohl einen Video-Feed aus dem Skigebiet und aktuelle Wetterdaten direkt von der Piste. Die Werbeform wird zum dauerhaft interessanten Informationspunkt.
Wetter in Dornbirn, Vorarlberg - Wetter auf Vorarlberg Online – das Nachrichten _2013-12-09_22-48-54

2. YouTube ist zweitgrößter TV Sender Österreichs

Interessante Fakten waren, dass die größte Werbeform auf der YouTube Österreich Startseite etwa 16.000 Euro pro Tag kostet. Eigentlich ein akzeptabler Preis wenn man bedenkt dass YouTube rechnerisch der zweitgrößte TV Kanal des Landes ist.

3. Werbung verpackt sich in PR-Form

Burtscher sieht einen starken Trend zu Advertorials und Native advertising. Diese Werbeformen bringen sowohl Branding Effekte als auch Umsatzsteigerung. Buzzfeed ist erfolgreicher Vorreiter, ein einziger Artikel auf dieser Plattform kostet mehr als 10k usd, Mindestbuchungen liegen bei 100k usd pro Auftrag. Typische Artikel bei Buzzfeed sind leserorientiert und haben direkte Vorteile, beispielsweise „10 Styling Tipps für das perfekte Dinner Makeup“. Große Marken aus den USA sind Stammkunden der Unterhaltsamen Geek-Newsseite.

4. Smartphone User spielen gern

In der Kampagne Rebrief senden Nutzer eine Coca-Cola um die Welt. Der Showcase aus den USA hat sowohl interaktive Videos, Mobile Anwendungen und einen interaktiven Spenderautomaten. Das wissen natürlich auch Yavuz Yilmaz, Nejdet Cetinkaya und Constance Stickler von Webulous

5. Blogging ist in Europa immer mehr Trend

Das Dornbirner Blog „Sugar-Stories“ zeigt, wie man erfolgreich kommuniziert und eine Community aufbaut. Innerhalb kurzer Zeit verkaufte die Grafikerin und Bäckerin Michelle Thaler mehrere hundert Stück ihres Buchs. Aber auch Raiffeisen ist hier mit Andreas Liebhart aktiv.

6. Facebook ist überbewertet

Firmen stecken Geld in ein System das sie ausbootet. Zwar funktioneren sponsored posts, und app downloads akzeptabel, aber die aktuell etwa 100.000 Facebook User aus Vorarlberg sind wegen der in Facebook eingebauten Limitationen nur schwer zu erreichen.  Facebook ist somit kein effektives Werbe und Kommunikationsinstrument mehr.

7. Mobile ist nicht Web

Mobile ist nach wie vor groß im Trend, aber, wie betont wurde, sicher nicht im Web. Obwohl 49% der Österreicher täglich ihr Smartphone nutzen sind die Mobile-Reichweiten  aus Sicht der Medienmacher noch nicht sehr groß.

Mit Stefan Nesensohn von Nesensohn Marketing, Werbung, PR und Lukas Konzetts Werbeagentur Konzett & Brenndörfer aus Bregenz.