Facebook dient den meisten zwar als Plattform für die private Kommunikation, wird aber auch von Firmen für Werbezwecke und mittlerweile auch für die Mitarbeitergewinnung genutzt. Es lohnt sich daher durchaus, sich dort auch in Zusammenhang mit seinem Beruf darzustellen, etwa um bei der Jobsuche dem potentiellen neuen Arbeitgeber ein geschlossenes Bild der eigenen beruflichen Persönlichkeit präsentieren zu können.

Dos & Don’ts bei Facebook und sonstwo im Netz

Die Bewerbung mit Hilfe von Facebook ist heute auch nicht ungewöhnlicher als eine E-Mail-Bewerbung oder eine Bewerbungswebsite. Gegenüber der letzteren hat sie den Vorteil, dass Facebook bereits eine vorgegebene Struktur für Personenprofile mitbringt, da es ja speziell für die Selbstdarstellung gedacht ist. Dies erleichtert die Strukturierung der Informationen, die Du anderen über Deine eigene berufliche Persönlichkeit mitteilen möchtest. Außerdem ist Facebook jedermann ein Begriff, so dass Du dort jederzeit mithilfe Deines Namens gefunden werden kannst.

Wichtig ist, dass Du für Deine berufliche Präsenz ein eigenes Profil erstellst und nicht Dein privates verwendest. Personaler interessieren sich zwar in vielen Fällen auch für Hobbies und eventuelle ehrenamtlichen Engagements, wollen aber die relevanten Informationen nicht in einem Wust von für sie uninteressanten Privatangelegenheiten suchen müssen.

Zudem besteht bei der Mitteilung von privaten Dingen immer die Gefahr, dabei Nachteiliges über sich selbst preiszugeben. Dass Du bei Facebook nichts kompromittierendes wie etwa Partyfotos einstellen solltest, auf denen Du sichtlich alkoholisiert zu sehen bist – schon gar nicht, wenn der Account auf Deinen Realnamen angelegt ist –  sollte sich von selbst verstehen. Aber auch Fotos auf Pseudonym-Accounts sind gefährlich, denn Facebook fordert systematisch Besucher auf, Namen von Personen einzugeben, die sie auf Fotos erkennen.

Nicht nur auf Facebook, sondern im ganzen Netz sollte Deine Online-Reputation möglichst makellos sein. Es ist bekannt, dass mittlerweile eine ganze Menge Personaler die Namen von Bewerbern googelt. Googele daher Deinen eigenen Namen öfter einmal. Sollte die Google-Suche Dinge von Dir bzw. über Dich nach oben spülen, die Deinem Bild bei potentiellen Arbeitgebern schaden könnten, musst Du etwas dagegen tun. Das Netzt vergisst zwar bekanntlich nie, aber Du kannst unangenehme Fundstellen gewissermaßen „vergraben“: Flute das Netz mit neutralen und positiven Dingen über Dich selbst und zwar solange, bis zumindest auf den ersten vier Seiten der Google-Ergebnisse nichts mehr zu finden ist, was ein schlechtes Licht auf Dich werfen könnte.

Wichtig: Die Pflege Deines beruflichen Facebook-Profils

Dass Dein Facebook-Bewerberprofil alle aktuellen Infos zu Deinen beruflichen Qualifikationen enthalten sollte ist eine Sache. Es sollte aber auch rege genutzt werden. Schreibe daher über Deine Arbeit und zwar Positives. Baue Kontakte zu Berufskollegen auf. Zeigen Dich hilfsbereit, hilf Kollegen die Fragen haben, trage Konstruktives zu Diskussionen bei. Stelle ruhig auch Informationen ein, die Dir weitergeholfen haben, etwa Links zu Seiten mit Hilfen zur Prüfungsvorbereitung für Studierende und dergleichen. Baue Dir so eine Reputation als kompetente, kollegiale und motivierte Persönlichkeit auf.

Besonders wichtig ist, dass Du im Umgang mit Deinen Facebook-Geschäftsfreunden immer professionell bleibst, niemals plump vetraulich wirst. Dein Gegenüber könnte jederzeit ein Entscheidungsträger bei einem potentiellen Arbeitgeber sein oder im Laufe der Zeit in eine entsprechende Position gelangen. Je mehr Kontakte Du hast, um so größer ist die Chance, dass einer darunter ist, der in seinem Unternehmen das entscheidende Wörtchen mitzureden hat, welches Dir zu Deinem Traumjob verhilft.


 more from user iam99 on yumpu.com 

Über den Autor: Christian Arno ist Gründer und Geschäftsführer des internationalen Übersetzungsbüro Lingo24, der auf drei Kontinenten tätig ist. Folge Lingo24 auf Twitter @l24de.